ANWENDUNGEN : Stanzen

Stanzen Kalt- oder Heißprägen mit mechanischer Presse


Mechanisches Stanzen ist ein Verfahren zum Umformen von Teilen, das den Einsatz von Maschinen wie einer mechanischen Presse und angepassten Werkzeugen erfordert. Das Prinzip beruht auf der plastischen Verformung des Materials (in der Regel Metall), wobei die Verformung aus einer Dehnung oder einem Schrumpfen des Blechs besteht, um die gewünschte Form zu erhalten.

Man unterscheidet zwischen dem Kaltziehen, das bei Raumtemperatur durchgeführt wird, und dem Warmziehen, das mit einem erwärmten Teil bei ca. 800°C für Baustahl durchgeführt wird.

Das Kaltziehen ist die gängigste Methode für die Herstellung großer oder sehr großer Stückzahlen von Teilen, die einfach eine starke einseitige Einwirkung erfordern. In der Tat ist der Selbstkostenpreis der durchgeführten Operation extrem niedrig, wenn man die sehr große Anzahl der produzierten Teile in Verbindung mit einer sehr kurzen Fertigungszeit bedenkt. Die Inbetriebnahme dieser Art von Werkzeugen ist recht schnell und ermöglicht die Produktion von Teilen, sobald die Werkzeuge auf dem Pressentisch installiert und eingestellt sind. 

Das Kaltpressen kann mit Pneumatischen Pressen (bis zu 6 Tonnen) oder hydropneumatischen Pressen (bis zu 30 Tonnen) durchgeführt werden, aber für große Mengen sind mechanische Pressen besser geeignet. Durch ihre Schlagkraft und ihre Ausführungsgeschwindigkeit erreichen sie eine wesentlich höhere Produktivität als pneumatische und hydropneumatische Pressen.

Die mechanischen Pressen von EMG können auf Wunsch des Kunden und gemäß den Spezifikationen mit allen gewünschten Sonderanpassungen ausgestattet werden, um die Produktionen zu optimieren :

•    Einige Beispiele für mögliche Anpassungen an EMG-Pressen 
•   Ein unteres Auswerfer System (pneumatisch oder mechanisch) zur Freigabe des soeben gefertigten Teils oder des Ausschussteils.
•    Ein Schmiersystem für die Produktion bei jedem Pressenhub.
•    Ein Ausblas-System im Werkzeug.
•    Ein System zum Transportieren des Materials vor und nach dem Schneiden.
•    Ein System zum Schneiden von Reststücken am Werkzeugausgang.
•    Ein automatisches Abschirmsystem, das den Bediener während des Stanzvorgangs physisch schützt.
•    Eine Abtransport Kontrolle der gefertigten Teile bzw. der anfallenden Schrotte.
•    Schutzvorrichtungen, die speziell auf die Geometrie der produzierten Teile abgestimmt sind.
•    Intelligente Schutzvorrichtungen, die die Sicherheit des Bedienpersonals garantieren und den Start der Presse automatisieren.
•    Die Möglichkeit, die Geschwindigkeit des Stößels während des Schlagvorgangs zu variieren.
•    Die Anpassung einer Steuerung, die in der Lage sein wird, die Presse entsprechend ihrer Umgebung in einer komplexen Produktionslinie zu verwalten.